durch eine optimale Bleachingbehandlung beim Zahnarzt

Home-Bleaching

Professionell aufgehellte Zähne können ihre Helligkeit zwei bis drei Jahre lang behalten. Sie dunkeln jedoch meist nicht mehr auf die ursprüngliche Zahnfarbe zurück.

Durch Genussmittel wie Tee, Kaffee, Cola, Rotwein, Zigaretten und bestimmte asiatische Gewürze (z.B. Curry) verfärben sich die Zähne wieder. Auch nachlässige häusliche Pflege trägt negativ dazu bei.  Ob und wie schnell die Zähne wieder etwas dunkler werden, hängt von den individuellen Gewohnheiten des Patienten ab.

Wichtig ist, dass sowohl gebleachte, als auch nicht gebleachte Zähne ein- bis mehrmals im Jahr professionell gereinigt werden sollten. Dies ist  wichtig, um die Zähne sauber und damit gesund zu halten, vor allem aber um sie wieder hell zu machen.

Je nach individueller Situation können gebleachte Zähne ein bis zwei Jahre nach dem Bleaching erneut behandelt werden, um den Aufhellungseffekt zu erhalten. Eine Nachbehandlung (Refreshing) geht meistens schneller als die Erstbehandlung.

Bei Patienten, die zuvor ein Home-Bleaching“ durchgeführt haben, funktioniert die Nachbehandlung mittels der noch vorhandenen Trägerschienen, solange der Zahnbestand sich nicht verändert hat. Andernfalls müssen neue Schienen angefertigt werden. Oft reichen zwei bis drei Anwendungen aus, um die Zähne wieder heller zu machen.

Ebenfalls haben Patienten die Möglichkeit ein (weiteres) In-Office-Bleaching“ (Power- oder Laserbleaching) durchführen zu lassen.

Wichtig hierbei ist gründliche die Neuuntersuchung und Befundung durch den Zahnarzt.

Für ein lang währendes, strahlendes und gesundes Lächeln sind die ersten 48 Stunden (2 Tage) nach einem Bleaching entscheidend. Durch bestimmte Verhaltsweisen kann das Aufhellungsergebnis noch weiter verbessert und optimiert werden.

Meiden sollte man in den nächsten 48 Stunden stark färbende Substanzen, zum Beispiel:

  • Rotwein
  • Tee und Kaffee
  • Tabakprodukte (Zigaretten, Zigarren, Wasserpfeife, etc.)
  • rote Soßen
  • Senf und Ketchup
  • Sojasoßen
  • Apfelschorle
  • rote Beeren (z.B. Kirschen, Blaubären, Himbeeren, Erdbeeren, etc.)
  • Beerenkuchen
  • Asiatische Gewürze (z.B. Curry, Curcuma, Chili, etc.)
  • alle Produkte die auf einem weißen Hemd Flecken hinterlassen.

Einige Beispiele für weiße und klare Produkte, die man während den ersten 24 Stunden essen darf:

  • Milch, Wasser, helle Erfrischungsgetränke
  • Bananen, geschälte Äpfel
  • Weißbrot
  • Haferflocken
  • Joghurt, Quark
  • saure Sahne, Hüttenkäse
  • weißen Reis, geröstete Kartoffeln
  • Nudeln und helle Soßen
  • Putenfleisch, Hühnchenbrustfilet (ohne Haut), weißen Fisch

Bei der Durchführung eines In-Office-Bleachings / Powerbleachings ist der Zeitraum, in dem man färbende Nahrungs- und Genussmittel meiden soll, lediglich auf die ersten zwei Tage nach der Behandlung in der Praxis beschränkt.

Bei einem Homebleaching mit Schienen sollte man über den gesamten Zeitraum der Behandlung (ein bis zwei Wochen) auf die o.g. Produkte verzichten.

Vorteile

  • Geringere Konzentration des Bleichmittel notwendig, was auch weniger  Nebenwirkungen (Überempfindlichkeiten) zur Folge hat
  • Unkompliziertes Auffrischen oder Nachbleichen über Jahre möglich, erfordert lediglich das Nachkaufen des Bleichgels, aber nur, wenn der Zahnbestand sich nicht verändert hat (keine neuen Füllungen, Kronen, etc.)

Nachteile

  • Die Aufhellung erfolgt langsamer (mehrere Tage, Wochen)
  • Konsequente Mitarbeit des Patienten ist enorm gefragt
  • Vorübergehend auftretende Empfindlichkeit an den Zähnen über die komplette Anwendungsdauer die zu einer Unterbrechung der Behandlung führen können
  • Ggf. können Reizungen im Bereich des Zahnfleisches auftreten, bei nicht sachgemäßer Anwendung von Gel und Schienen
  • Verschlucken von Bleachinggel ist möglich
  • Tragekomfort in der Nacht ist gerade bei der Anwendung in zwei Kiefern (Ober- und Unterkiefer) als eher unangenehm einzuschätzen (zwei Schienen gleichzeitig im Mund)
  • Bei Patienten mit Würgereiz oder starkem Fremdkörperreiz nicht gut bis überhaupt nicht anzuwenden; in diesem Fall ist zu einem „In-Office-Bleaching“  zu raten

Der Patient wird in der Praxis in die Nutzung der Bleachingschienen eingewiesen und wendet dies zu Hause selbstständig an.

Folgendes ist zu berücksichtigen:

  1. Vor dem Einsetzen der Schienen Zähneputzen und Zwischenraumpflege
  2. Schienen müssen trocken sein, frei von Speichel und Wasser
  3. Befüllen der Schiene mit dem Bleachinggel
  4. Einsetzen im Mund
  5. Entfernung von überschüssigem Gelmaterial am Schienenrand mit einem Tuch
  6. Nach der Anwendung werden die Schienen wieder von den Zähnen entfernt
  7. Zähne erneut reinigen und Mund gründlich ausspülen
  8. Reinigen und trocknen der Schienen
  9. Schienen bis zum nächsten Behandlungstag in die mitgelieferte Box legen

Die Tragedauer der Schienen ist je nach System und Stärke des Bleachinggels unterschiedlich und liegt zwischen einer und mehreren Stunden, tagsüber oder in der Nacht. Auch der Zeitrahmen (Tage, Wochen) der Behandlung ist unterschiedlich, je nach System, Stärke des Bleachinggels und Aufhellungswunsch. Bei Schmerzen an den Zähnen oder dem Zahnfleisch sollte der Zahnarzt kontaktiert werden

Siehe auch Vor- und Nachteile des „Home-Bleachings“
und „Was ist vor einer Bleaching Behandlung zu berücksichtigen?“

Warum ist eine professionelle Zahnreinigung (PZR) vor dem Bleaching sinnvoll?

Eine Zahnaufhellung ist am effektivsten, wenn die Zähne frei von jeglichem Zahnbelag und Zahnstein sind. Vor jedem Bleaching sollte deshalb eine professionelle Zahnreinigung in der Praxis durchgeführt werden.

Professionelle Zahnreinigung (PZR) und Bleaching sind untrennbar miteinander verbunden. Sowohl zur Vorbehandlung und Vorbereitung der Oberfläche für das Bleachinggel, als auch zur Aufrechterhaltung der aufgehellten Zahnfarbe in den darauffolgenden Monaten und Jahren. Neben dem reinigenden Effekt beugt die professionelle Zahnreinigung auch Karies, Parodontitis und Mundgeruch vor.

Je weniger Ablagerungen und Plaque auf der Zahnoberfläche kleben, desto weniger Bakterien können sich auf dem glatten, sauberen Schmelz fest anhaften. Und weniger Bakterienanhaftung bedeutet automatisch ein geringeres Kariesrisiko, sowie ein weitgehend entzündungsfreies (nicht blutendes) Zahnfleisch. Somit dient die professionelle Zahnreinigung auch der Gesundheit des Patienten.

Die professionelle Zahnreinigung beinhaltet folgende Schritte:

  • Entfernung aller harter und weicher Beläge und Ablagerungen auf der Zahnoberfläche
  • Entfernung aller oberflächlichen Verfärbungen
  • Remineralisierung von beginnenden Kariesstellen
  • Fluoridierung der Zahnsubstanz
  • Optimierung der häuslichen Mundhygiene
  • Tipps und Tricks beim Zähneputzen und Demonstration der Hilfsmittel
  • Ernährungslenkung

Nach der Reinigung ist eine spür- und sichtbare Aufhellung der Zähne zu erkennen.