durch eine optimale Bleachingbehandlung beim Zahnarzt

Verfärbungen

Frei übersetzt bedeutet „Walking-Bleaching“ das „Aufhellen während des Herumgehens“.

Diese Methode der Zahnaufhellung kommt vorwiegend bei einzelnen verfärbten Zähnen zum Einsatz.  Manchmal sind nur einzelne Zähne auffällig dunkel, weil der Zahnnerv abgestorben ist oder weil bereits im Vorfeld eine Wurzelkanalbehandlung an diesem Zahn durchgeführt wurde. Auch durch ein Trauma / Unfall können Zahnnerven dauerhaft geschädigt werden. Durch Einblutungen des verletzten Zahnnervs und Abbauvorgänge der geschädigten Substanz verfärben sich die Zähne.

Eine andere Ursache sind kariöse Defekte (Löcher) in den Zähnen, die dunkel vorschimmern. In diesem Fall ist primär eine Karies- und Füllungstherapie anzuraten. Dieses Phänomen fällt meistens bei Front- oder Eckzähnen im sichtbaren Bereich auf.

Das Besondere beim „Walking-Bleaching“ ist, dass das Bleachinggel primär nicht auf den Zahn aufgelagert, sondern in diesen eingelagert wird. Die meisten Zähne mit dieser Art der Verfärbung haben bereits einen Defekt, bzw. eine Füllung auf der Zahninnenseite.  Diese Füllung wird entfernt. Das Bleachinggel kann dann direkt in den Defekt eingelagert werden. Der Zahn wird für mehrere Tage provisorisch verschlossen und der Zahn wird von innen heraus aufgehellt. Da der Zahnnerv bereits abgestorben / entfernt ist, verspürt der Patient keinerlei Schmerzen dabei.

Der Behandlungsablauf ist recht kurz.  Während  der Aufhellungszeit kann der Patient ganz normal seinen Alltagstätigkeiten nachgehen. Innerhalb von etwa einem bis drei Tagen wird der Zahn durch das Bleichmittel aufgehellt. Je nach Stärkegrad der Verfärbung sind mehrfache Einlagen in den Zahn notwendig, um ein optimales Ergebnis zu erreichen. Im Anschluss wird das Mittel wieder aus dem Zahn entfernt und mit einer neuen Füllung versorgt.

Wie entstehen dunkle Zähne, woher kommen Verfärbungen?

Die Zahnfarbe eines Menschen ist etwas sehr individuelles und abhängig von der Struktur und der Funktion der Zähne sowie ihrer Umgebung. Außerdem verändert sich die Zahnfarbe im Laufe des Lebens.

Mehrere Gründe können Ursache für Verfärbungen sein:

  • Zähne sind von Natur aus nicht hell (anlagebedingt)
  • Zähne dunkeln im Alter nach, durch Abnutzung der oberflächlichen Schmelzschichten
  • Genussmittel  (Tee, Kaffee, Cola, Rotwein, Zigaretten, bestimmte asiatische Gewürze, u.a. Curry)
  • Medikamente (eisen- und nitrathaltige Substanzen oder Antibiotika in der Kindheit)
  • Bestimmte Blut- oder Lebererkrankungen
  • Unfall, Sturz oder Traumata
  • Metalloxide aus Amalgamfüllungen

Je nach Ursache der Verfärbung kommen unterschiedliche Verfahren zur Aufhellung der Zähne in Frage:

Oberflächliche Verfärbungen durch Genussmittel, sowie durch mangelnde Pflege und Ernährung  können durch die professionelle Zahnreinigung in der Praxis entfernt werden. Sollte die danach vorliegende Zahnfarbe noch zu dunkel sein, können auch diese Zähne zusätzlich gebleacht werden.

Tiefer liegende Verfärbungen, die von Natur aus vorliegen, altersbedingt entstanden sind oder an einzelnen Zähnen traumatisch bedingt (d.h. durch einen Unfall) vorliegen, können in der Regel gut  unter Verwendung spezieller Bleichmittel, sogenannter Bleachingsubstanzen aufgehellt werden.

Zahnverfärbungen, die durch Medikamente oder Erkrankungen hervorgerufen wurden, können vereinzelt mit Bleachingprodukten behandelt werden. Die Ergebnisse weichen von Patient zu Patient sehr ab und gehören eher zu den schwierigen Fällen. Manche medikamentenbedingte Verfärbungen lassen sich nicht mit Bleachingprodukten behandeln.

Bei Verfärbungen durch Metalloxid hilft meist der Austausch der metallischen Restauration gegen Kunststoff oder Keramik.

Professionell aufgehellte Zähne können ihre Helligkeit zwei bis drei Jahre lang behalten. Sie dunkeln jedoch meist nicht mehr auf die ursprüngliche Zahnfarbe zurück.

Durch Genussmittel wie Tee, Kaffee, Cola, Rotwein, Zigaretten und bestimmte asiatische Gewürze (z.B. Curry) verfärben sich die Zähne wieder. Auch nachlässige häusliche Pflege trägt negativ dazu bei.  Ob und wie schnell die Zähne wieder etwas dunkler werden, hängt von den individuellen Gewohnheiten des Patienten ab.

Wichtig ist, dass sowohl gebleachte, als auch nicht gebleachte Zähne ein- bis mehrmals im Jahr professionell gereinigt werden sollten. Dies ist  wichtig, um die Zähne sauber und damit gesund zu halten, vor allem aber um sie wieder hell zu machen.

Je nach individueller Situation können gebleachte Zähne ein bis zwei Jahre nach dem Bleaching erneut behandelt werden, um den Aufhellungseffekt zu erhalten. Eine Nachbehandlung (Refreshing) geht meistens schneller als die Erstbehandlung.

Bei Patienten, die zuvor ein Home-Bleaching“ durchgeführt haben, funktioniert die Nachbehandlung mittels der noch vorhandenen Trägerschienen, solange der Zahnbestand sich nicht verändert hat. Andernfalls müssen neue Schienen angefertigt werden. Oft reichen zwei bis drei Anwendungen aus, um die Zähne wieder heller zu machen.

Ebenfalls haben Patienten die Möglichkeit ein (weiteres) In-Office-Bleaching“ (Power- oder Laserbleaching) durchführen zu lassen.

Wichtig hierbei ist gründliche die Neuuntersuchung und Befundung durch den Zahnarzt.