durch eine optimale Bleachingbehandlung beim Zahnarzt

Bleaching

  • Beim Bleaching wird nur die natürliche Zahnsubstanz aufgehellt. Vorhandene Füllungen, Kronen, Brücken, Veneers oder Prothesen jedoch  nicht. Das kann bedeuten, dass nach der Aufhellung farbliche Unterschiede zwischen den natürlichen Zähnen und den ersetzten/künstlichen Zähnen entstehen. Ggf. müssen im Nachgang neue Füllungen oder Kronen angefertigt werden, damit alle Zähne die gleiche helle Farbe haben.
  • Die Zähne müssen vor der Behandlung gründlich untersucht werden. Kariöse Defekte (Löcher), Spalten an Füllungen und Kronen oder andere Defekte können Vorbehandlungen notwendig machen. Andernfalls könnte das Aufhellungsmittel in den Zahn eindringen und den Zahnnerv schädigen.
  • Das Zahnfleisch an den zu bleachenden Zähnen muss gesund sein. Blutungen und Entzündungen müssen zwingend vorher behandelt werden.
  • Vor dem Bleaching müssen die Zähne einer Professionellen Zahnreinigung (PZR) unterzogen werden.
  • Wenn neuer Zahnersatz im sichtbaren Bereich geplant ist, sollte ein Bleaching vorher stattfinden, damit die neuen Kronen/Brücken der neuen, helleren Zahnfarbe angepasst werden können.
  • Vor dem 16. Lebensjahr sollte keine Zahnaufhellung gemacht werden, da die Zahngrundsubstanz noch nicht vollständig entwickelt ist.
  • Bei Schwangeren und während der Stillzeit sollte aus Sicherheitsgründen ebenfalls nicht aufgehellt werden.
  • Es dürfen nur Bleachingprodukte verwendet werden, die als offizielle Medizinprodukte zugelassen sind und von renommierten Herstellern stammen.
  • Bleaching ist eine hervorragende Methode die Zähne aufzuhellen. Unterschiede sind jedoch von Patient zu Patient sehr groß. Das definitive Ergebnis ist dabei  jedoch nicht vorauszusagen. Je nach Art und Ursache der Verfärbung können mehr oder weniger Farbpigmente im Zahn aufgespalten werden. Dadurch werden die Zähne mehr oder weniger hell.

Zum Aufhellen der Zähne stehen in der Zahnarztpraxis je nach Ausgangssituation des Patienten verschiedene professionelle Verfahren zur Verfügung:

Bei richtiger und kontrollierter professioneller Anwendung in Verbindung mit bewährten medizinischen Produkten sind alle oben aufgeführten Verfahren sicher in der Anwendung. und somit für die Zahngesundheit auch erwiesenermaßen unbedenklich.

Daneben existieren auf dem Markt frei verkäufliche Bleichmittelprodukte zur Aufhellung der Zähne. In Apotheken, Drogerien, Supermärkten sowie dem Internet gibt es zahlreiche Anbieter, deren Preise sicherlich niedriger sind, als beim professionelle Bleaching in der Zahnarztpraxis.

Dazu haben sich zahlreiche Fachgesellschaften geäußert:

Artikel bei Focus
Welche Risiken birgt eine unsachgemäße Anwendung mit freiverkäuflichen Produkten:

  •  Manche dieser Bleachingprodukte sind in Ihrer Wirkung sehr schwach, erzielen meist keine sichtbare Veränderung und halten ihre Werbeversprechungen nicht.
  • Andere Produkte sind recht hochkonzentriert und führen, meist in Kombination mit vorgefertigten konfektionierten Zahnschienen zu Zahnfleischverätzungen, Zahnfleischentzündungen, sowie Zahnfleischrückgang.
  • An den Zähnen kann es zu unkontrollierten Überempfindlichkeiten kommen, sowie zu einer ungleichmäßigen Zahnfarbe (Flecken auf den Zähnen).
  • Verschlucken des Bleachingproduktes kann zu einer Reizung von Speiseröhre und Magen führen.

Bleachingzahnpasta

Zu den Zahnpflegprodukten gehören Zahncremes, die einen aufhellenden Effekt versprechen. Als Ergänzung der häuslichen Pflege, sowie zur Aufrechterhaltung der hellen Zahnfarbe nach dem Bleaching, sind Produkte, führender Hersteller nicht verkehrt, wenn sie mit Bedacht verwendet werden. Sogenannte Bleachingzahnpasten machen Zähne optisch nur heller, weil Sie einen hohen Anteil unterschiedlich grobe Schmirgelpartikel / Putzkörper enthalten. Beim Putzen wird dabei die oberflächliche Verfärbung „abgerubbelt“. Einige wenige professionelle Bleachingzahnpasten enthalten niedrig konzentrierte Peroxide, die ähnlich wie die Bleachinggele den Zahn aufhellen. Vor einer täglichen Verwendung dieser Pasten ist jedoch abzuraten, da sie den oberflächlichen Schmelz durch Aufrauhung verletzten und angreifbarer für Säuren machen. Ebenfalls werden erhöhte Zahnsensibilitäten und Zahnfleischreizungen beobachtet.

Vor der Anwendung sollte unbedingt Rücksprache mit dem Zahnarzt gehalten werden.

Vorteile

  • Besonders schnelles und intensives Aufhellungsverfahren
  • Hoher Patientenkomfort (keine lange Tragezeit von Schienen)
  • Unkompliziertes Auffrischen oder Nachbleichen über Jahre möglich, entweder in Form eines erneuten In Office Auffrischungsbleachings (Refreshing) oder mittels Home Bleaching
  • Patient ist unter permanenter Betreuung durch Zahnarzt und geschultem Personal
  • Besonders geeignet für das Aufhellen hartnäckiger Verfärbungen
  • Kein Verschlucken des Bleachinggels möglich
  • Mögliche Zahnempfindlichkeiten treten hier nur am Behandlungs- und ggf. Folgetag auf

Nachteile

  • Ggf. können bei nicht vollständiger Abdeckung der Weichteile Reizungen im Bereich des Zahnfleisches auftreten, die jedoch temporär sind
  • Die Behandlungszeit in der Praxis ist länger

Für ein lang währendes, strahlendes und gesundes Lächeln sind die ersten 48 Stunden (2 Tage) nach einem Bleaching entscheidend. Durch bestimmte Verhaltsweisen kann das Aufhellungsergebnis noch weiter verbessert und optimiert werden.

Meiden sollte man in den nächsten 48 Stunden stark färbende Substanzen, zum Beispiel:

  • Rotwein
  • Tee und Kaffee
  • Tabakprodukte (Zigaretten, Zigarren, Wasserpfeife, etc.)
  • rote Soßen
  • Senf und Ketchup
  • Sojasoßen
  • Apfelschorle
  • rote Beeren (z.B. Kirschen, Blaubären, Himbeeren, Erdbeeren, etc.)
  • Beerenkuchen
  • Asiatische Gewürze (z.B. Curry, Curcuma, Chili, etc.)
  • alle Produkte die auf einem weißen Hemd Flecken hinterlassen.

Einige Beispiele für weiße und klare Produkte, die man während den ersten 24 Stunden essen darf:

  • Milch, Wasser, helle Erfrischungsgetränke
  • Bananen, geschälte Äpfel
  • Weißbrot
  • Haferflocken
  • Joghurt, Quark
  • saure Sahne, Hüttenkäse
  • weißen Reis, geröstete Kartoffeln
  • Nudeln und helle Soßen
  • Putenfleisch, Hühnchenbrustfilet (ohne Haut), weißen Fisch

Bei der Durchführung eines In-Office-Bleachings / Powerbleachings ist der Zeitraum, in dem man färbende Nahrungs- und Genussmittel meiden soll, lediglich auf die ersten zwei Tage nach der Behandlung in der Praxis beschränkt.

Bei einem Homebleaching mit Schienen sollte man über den gesamten Zeitraum der Behandlung (ein bis zwei Wochen) auf die o.g. Produkte verzichten.

Vorteile

  • Geringere Konzentration des Bleichmittel notwendig, was auch weniger  Nebenwirkungen (Überempfindlichkeiten) zur Folge hat
  • Unkompliziertes Auffrischen oder Nachbleichen über Jahre möglich, erfordert lediglich das Nachkaufen des Bleichgels, aber nur, wenn der Zahnbestand sich nicht verändert hat (keine neuen Füllungen, Kronen, etc.)

Nachteile

  • Die Aufhellung erfolgt langsamer (mehrere Tage, Wochen)
  • Konsequente Mitarbeit des Patienten ist enorm gefragt
  • Vorübergehend auftretende Empfindlichkeit an den Zähnen über die komplette Anwendungsdauer die zu einer Unterbrechung der Behandlung führen können
  • Ggf. können Reizungen im Bereich des Zahnfleisches auftreten, bei nicht sachgemäßer Anwendung von Gel und Schienen
  • Verschlucken von Bleachinggel ist möglich
  • Tragekomfort in der Nacht ist gerade bei der Anwendung in zwei Kiefern (Ober- und Unterkiefer) als eher unangenehm einzuschätzen (zwei Schienen gleichzeitig im Mund)
  • Bei Patienten mit Würgereiz oder starkem Fremdkörperreiz nicht gut bis überhaupt nicht anzuwenden; in diesem Fall ist zu einem „In-Office-Bleaching“  zu raten